Her mit den Kondomen

Heute ist der Welt-Aids Tag. Man hört von ihm in den Nachrichten, sieht die Aktivisten auf den Straßen und nun könnt ihr auch darüber in der Synapse lesen.

Obwohl der HI- Virus im Gegensatz zu anderen Krankheitserregern der Menschheit noch nicht lange bekannt ist, kennt jeder das HI-Virus, den „human immundeficiency virus“. Der Name sagt bereits alles. Der einzelsträngige RNA-positive Lentivirus, schädigt allmählich das Immunsystem, was sich an Hand der stetig sinkenden Anzahl an CD 4+ T-Zellen verfolgen lässt.

Häufig wird die Krankheit erst erkannt, wenn die Anzahl der CD 4+ Zellen unter 200 Stück pro mm3 gefallen ist. Jedoch nicht, weil der Virus plötzlich Krankeitssymptome auslösen würde, sondern weil sich andere, opportunistische Krankheitserreger im menschlichen Organismus ausbreiten , die normalerweise durch unsere Leukozyten kontrolliert werden können.

Die Spanne der möglichen Symptome im Endstadium AIDS ist breit. So können etwa Bradyzoiten, die im Rahmen einer vergangenen Toxoplasma gondii Infektion in der Retina sitzen können, wieder in ihre aktive Form übergehen und das Sichtfeld schädigen. Typischer ist jedoch das Auftreten, des Karposi-Sarkoms, welches durch den Humanen Herpes Virus- 8 ausgelöst wird, oder eine Cryptokokkenmeningitis, die selbst bei adäquater Behandlung eine Mortalität von 20% aufweist. Der Erreger zählt zu den Ständerpilzen und lässt sich beispielsweise in Vogelkot finden. Viele HIV Träger sind zudem mit HCV infiziert und übertragen diese Erkrankung ebenfalls durch Geschlechtsverkehr.

Generell ist die Prävalenz von HIV und HCV unter MSM (Männer, die Sex mit Männern haben) höher, als unter der restlichen Bevölkerung Deutschlands. Dennoch kann die Krankheit jeden betreffen. Darauf möchte auch der Welt-AIDS Tag aufmerksam machen. Schützen kann man sich durch konsequente Nutzung von Kondomen, da man bereits vor dem Auftreten von Symptomen, andere mit HIV infizieren könnte. Auch durch unsachgemäßen Gebrauch von Spritzen, wie es unter Drogenabhängigen manchmal der Fall ist, kann zur Ansteckung führen. Allerdings kann HIV auch iatrogen, also durch Ärzte übertragen werden, etwa bei Transplantationen und Bluttransfusionen. Daher werden Blutkonserven und Organspender stets auf HIV-Infektionen getestet, um so Übertragungen zu vermeiden.

von J.M.E

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