Die Zeit zwischen den Jahren

Ein ereignisreiches Jahr 2014 liegt hinter uns. Nun ist es Zeit zu bilanzieren. Was hat man im letzten Jahr erreicht? Welche Misserfolge musste man verbuchen? Wie hätte man diese verhindern können? Es ist Zeit zum Reflektieren, Zeit zum Verbessern und Zeit für neue Vorsätze.

Zu den typischen, jährlichen Vorsätzen zählen stets: Abnehmen, mehr Sport und gesunde Ernährung. Allerdings brechen viele Menschen bereits nach wenigen Wochen mit ihren selbstauferlegten „Bürden“. Die Ursachen sind meistens immer die gleichen: Die Ziele waren zu hoch gesteckt oder die Vorsätze einfach zu unkonkret. Außerdem wird meist der innere Schweinehund vergessen, der sich irgendwann zu Wort melden wird. Daher wird auch ein Notfallplan benötigt, der greift, falls sich das Vorhaben einmal nicht umsetzen lassen sollte oder die Motivation fehlt. Ein Beispiel: Man nimmt sich vor ab Januar regelmäßig zu Joggen. Dummerweise liegt aber Schnee und draußen ist es so kalt. Man beruhigt einfach sein Gewissen, indem man sich einredet, dass morgen auch noch ein Tag ist, an dem man dann bestimmt viel motivierter ist und trotz des Schnees joggt. Jedoch war an diesem Tag die Uni so anstrengend und man verschiebt das Vorhaben immer weiter nach hinten. Letztlich bleibt alles beim Alten und man hat noch nicht einmal begonnen seine Vorsätzte umzusetzten.

Es kann bereits eine Hilfe sein das Vorhaben „Joggen“ zu spezifizieren. Vielleicht hat man jeden Mittwoch Nachmittag frei. Dort wäre dann ein geeignetes Zeitfenster. Also sollte der Vorsatz einfach lauten, dass man jeden Mittwoch Nachmittag um 15:00 im Park laufen geht. Falls das Wetter schlecht sein sollte, könnte man in der Wohnung und dank YouTube, ein Work-out Video ansehen (und mitmachen!) oder einfach schwimmen gehen. Schließlich kann man nach und nach sein Sportpensum erhöhen, wenn, in unserem Falle, der Sport am Mittwoch Nachmittag zur Routine geworden ist. Falsch wäre es jedoch von Anfang an jeden Tag 6 km laufen zu wollen, wenn man zuvor kaum Sport gemacht hat. Man würde bereits nach wenigen Tagen wegen Überanstregung frustriert aufgeben und auch so seine Vorsätze verwerfen.

Man sieht: Ziele setzen muss gelernt sein. Ein einfaches Schema, um seine Ziele so festzulegen, damit sie auch leichter erreicht werden können, bildet das SMART- Schema.

S = Specific
M = Measurable
A = Achievable
R = Realistic
T = Time

Wenn die folgenden Punkte bezüglich des neuen Vorsatzes mit einem klaren „JA“ beantwortet werden können, steigt die Wahrscheinlichkeit, den Vorsatz bis 2016 durchzuhalten, dramatisch an.

Wichtig ist es auch das Vergangene aus dem letzten Jahr ruhen zu lassen. Es nützt nichts immer und immer wieder über negative Erfahrungen zu grübeln. Man kann darüber nachdenken, wie es zu dieser unliebsamen Situation gekommen ist, um für die Zukunft daraus zu lernen, aber alles weitere sind verschwendete Mühen und Gedanken. Was vorbei ist, ist vorbei. Das neue Jahr kann den geeigneten Schlussstrich bilden, um neu durchzustarten. Auch wenn der gregorianische Kalender in diesem Falle eine künstliche Grenze schafft, so ist es nun doch ein Schnitt an den man sich richten kann. Nach den Weihnachstferien und mit vollaufgeladenem Motor zurück in das Wintersemester. Das ist die Devise!

One thought on “Die Zeit zwischen den Jahren

  1. Zorg

    Ich bin jetzt richtig motiviert! Endlich weiß ich, was ich immer falsch gemacht habe!

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